Das Autogene Training wurde entwickelt von dem Psychiater Heinrich Schultz und leitet sich von der Hypnose ab, das Prinzip ist die Autosuggestion. Bereits seit 100 Jahren hat sich diese Methode bewährt um Stress abzubauen.


Wie funktioniert das Autogenes Training?

Durch eigene Gedanken lernt der Körper beim Autogenen Training Entspannung. Im Rahmen eines Kurses oder in der Einzelsitzung lernt man die Grundübungen unter Anleitung, die Ruhe-, Schwere-, Wärme- und Atemübung, Herz-, Bauch und Stirnformel des Autogenen Trainings näher kennen.

In einer bestimmten Position beginnt man mit der Ruheformel:

  • "Ich bin ganz ruhig und entspannt
  • Mein rechter Arm (bzw. linker Arm) wird ganz schwer, ein Schweregefühl wird wahrnehmbar, das sich auf den gesamten Körper ausdehnt.
  • Mit einem formelhaften Satz wie "Mein linkes Bein ist ganz warm" regt man die Durchblutung an, das Bein wird in der Tat als warm wahrgenommen.

Die Wirkung des Autogenen Trainings basiert auf der Erkenntnis, dass Körper und Geist sich gegenseitig beeinflussen.

Auch wenn wir nur daran denken, z.B. den Arm zu heben, wird im Armmuskel ein Reiz messbar.

wissenschaftliche Studien belegen, dass das Autogene Training eine positive Wirkung hat, daher ist es eine anerkannte Entspannungstechnik.

Autogenes Training wird auch als unterstützende Maßnahmen in der Psychotherapie angewandt. Auch Kinder und Jugendliche profitieren von dieser Anwendung. Nachdem das Autogene Training erlernt wurde, kann das Autogene Training an vielen Orten angewandt werden.


Hilft Autogenes Training beim Einschlafen?

Autogenes Training wird bei vielen Beschwerden angewandt, die mit psychischer Belastung einhergehen, z.B. Schlafstörungen. Das vegetative Nervensystem wird bei den Übungen beeinflusst, welches aus dem Sympathikus und Parasympathikus besteht. Der Sympathikus versetzt den Körper in Anspannung ( Kampf oder Flucht) und in Stresssituationen ( negativer oder emotionaler Stress )  ist dieser Teil des autonomen Nervensystems übermäßig aktiv und erhöht, unter anderem beeinflusst das den Blutdruck sowie die Herzfrequenz. Das Einschlafen oder Durchschlafen ist behindert.

Durch die regelmäßige Anwendung des Autogenes Trainings kommt man immer mehr zur Ruhe und durch die Kraft der Autosuggestion sinkt der Puls und auch der Blutdruck.

Vor dem Schlafen angewandt spürt man eine angenehme Schwere und Müdigkeit, wodurch man schneller einschlafen kann.

Da beim Einschlafen die Müdigkeit erwünscht wird, entfällt vor dem Schlafen gehen die sonst so wichtige Rücknahme des Autogenes Trainings.

Nach Beendigung der Grundübungen endet diese üblicherweise mit der Rücknahme ( Arme fest, Atme tief und Augen auf.

Das Bewusstsein wird somit ins Hier und Jetzt zurückgeführt. Tagsüber soll man sich nach dem Autogenen Training entspannt und erholt fühlen.


Hilft Autogenes Training beim Stressabbau?

Stress wird nachweislich reduziert und eine innere Ruhe macht sich breit. Die nacheinander gelernten Grundübungen wirken entspannend und lockern die Muskulatur, die Durchblutung wird angekurbelt. Anfangs sollte täglich geübt werden, ca. 2 x 10 Minuten, um die vorherrschenden Stresssymptome in den Griff zu bekommen.

Wenn man die Technik verinnerlicht hat, reicht es täglich 2 x 5 Minuten innezuhalten, um abschalten zu können. Nach ca. 8 Wochen sollte die Methode ihre Wirkung zeigen, insgesamt fühlt man sich ruhiger und eine Gelassenheit ist spürbar.


Hilft Autogenes Training bei hohem Blutdruck?

Autogenes Training wirkt gegen Bluthochdruck, die Formeln können den Blutdruck senken und das vegetative Nervensystem positiv stimulieren und beeinflussen.

Begleiterscheinungen des Bluthochdrucks wie Schwindel und Kopfschmerzen lassen sich mildern. Die Deutsche Gesellschaft für Hypertonie und Prävention empfiehlt das Autogene Training. Auch bei Angst und Prüfungsangst/ Panikattacken wird das Autogene Training zur Beruhigung eingesetzt. Hat man das Prinzip erlernt, kann man für sich selbst für Entspannung sorgen und in seinem Alltag mit Anspannung und auch Angst gut umgehen.

Als erprobte Regenerationsmethode ist Autogenes Training sehr gut geeignet, um zu einer ausgeglichenen, klaren und gelassenen Persönlichkeit zu werden.


Nebenwirkungen vom Autogenen Training?

Das Autogene Training hat viele Vorteile, ein paar Nachteile, die in Form von Nebenwirkungen auftreten können sind unter anderem Herzklopfen, Müdigkeit, Schweißausbrüche und Zittern, meist verschwinden sie von alleine wieder.

Grundsätzlich eignet sich diese Entspannungstechnik für alle, die sich nicht konzentrieren können, auch für Kinder ist diese Technik gut geeignet um zu mehr Konzentration zu gelangen.

Menschen mit psychischen Erkrankungen wie Zwangsstörungen oder Wahnvorstellungen sollten das Autogene Training nicht anwenden, da es zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führen könnte. Auch Menschen mit der Angst eines Kontrollverlust, spüren unter Umständen Nebenwirkungen.

Kontraindikationen besprechen wir vor Beginn eines Kurses oder Einzelsitzung im kostenlosen Vorgespräch.

Kurse ( bis 5 Teilnehmer ) finden in der Akademie Balance , Konrad-Lorenz-Weg 1 in Mössingen statt.


Es gibt Menschen, die können beim Autogenen Training nicht abschalten, für diese Personen hat sich die Entspannungstechnik Progressive Muskelentspannung bewährt. Der Körper kann mit diesen Übungen Entspannung lernen, die Entspannungsmethode erlaubt dem Mensch aktiv in die Muskelgruppen einzugreifen.











Die Progressive Muskelentspannung nach Jakobsen ist inzwischen nach zahlreichen Studien eine wissenschaftlich anerkannte Entspannungsmethode.

Menschen, die schwer abschalten können oder Erwachsene und Kinder die Schwierigkeiten haben, sich länger auf etwas zu konzentrieren, ist die Progressive Muskelentspannung ein guter Einstieg in die Entspannung.

Jacobsen stellte fest, dass eine Anspannung der Muskulatur häufig im Zusammenhang mit Stress, Angst und innere Unruhe einhergeht.

Eine psychische Anspannung ( negativer oder emotionaler Stress ) führt zu einer höheren Muskelanspannung, körperliche und seelische Anspannungen verursachen und begünstigen viele verschiedene Beschwerden.

Das Ziel der Progressiven Muskelentspannung ist auf der körperlichen und seelischen Ebene, einen ausgleichenden Energiehaushalt zu ermöglichen und zu erhalten, um spannungsbedingte Beschwerden zu vermeiden:

 

  • Angstzustände und Prüfungsängste
  • Belastungsstörungen
  • Einschlaf- und Schlafstörungen
  • Nacken- und Rückenverspannungen
  • Nervosität und Anspannung
  • Steifigkeit und Starrheit
  • Kopfschmerzen oder Migräne
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bluthochdruck
  • Magenbeschwerden
  • Verdauungsstörungen

 

 Regelmäßiges Training entwickelt die Fähigkeit sich

 

- seelisch positiv zu beeinflussen

- das Selbstbewusstsein wächst

- Die Stressresistenz wird positiv beeinflusst

 

 

Das Prinzip: 

Anspannung - Entspannung = Aussetzen von Muskelkontraktionen


Bei jeder geistigen und körperlichen Aktivität werden die einzelne Muskelfasern zusammengezogen

( Fasern verkürzen sich ) man spricht von Kontraktion = Spannung.

Auf die Kontraktion folgt die spontane Ausdehnung des Muskels, die Fasern rutschen wieder auseinander

Spontane Ausdehnung des Muskels = Entspannung.

 

Daher lautet das Grundprinzip der Progressiven Muskelentspannung: 

E n t - spannung durch eine vorausgegangene Anspannung.

 


Positive Auswirkungen der Progressiven Muskelentspannung:

Entspannte Muskeln haben Auswirkungen auf:

- das zentrale Nervensystem, welches sich beruhigt

- die Herzfrequenz sinkt

- der Blutdruck sinkt

- bessere Durchblutung

- die Selbstheilungskräfte kommen in Gang - z.B. bei psychosomatischen Erkrankungen

- Verbesserung der Atmung

- Verdauung wird angeregt

- Angststörungen werden positiv beeinflusst

- Depression wird positiv beeinflusst

- Stressfolgen werden gemildert.

- Spannungsminderung der Muskulatur

- Gelassenheit und Zufriedenheit

- Erholung

- Leichtigkeitsgefühle

- Abschwächung von Schmerzzuständen

- psychische Gelöstheit


Einsatzbereiche:

Die Technik der Progressive Muskelentspannung stellt einen wichtigen Beitrag zur Psychohygiene und Gesundheitsprophylaxe dar und ist vorbeugend für alle spannungsbedingten Beschwerden wie schmerzhafte Verspannungen :

- Rückenschmerzen

- Schulterschmerzen

- Migräne

- Spannungskopfschmerzen

- Beginnende Verspannungen können frühzeitig erkannt und gelöst werden

- trägt zur besseren Körperwahrnehmung bei


Körperliche Symptome ohne nachweisbare organische Ursachen wie

  • Magen- Darmprobleme
  • Unterleibsschmerzen
  • Bluthochdruck
  • Herzrhythmusstörungen
  • Atembeschwerden, können durch Spannungen und Verkrampfungen im Körper entstehen!


Die körperliche Entspannung überträgt sich auf alle Organe.

 

Durch die dadurch bedingte entspannte Atmung  wird das vegetative Nervensystem p o s i t i v beeinflusst.


  • Schmerzzustände aller Art haben sich durch die regelmäßige Entspannung als begleitende und unterstützende Maßnahme als sowie hilfreich erwiesen

  

  • Progressive Muskelentspannung bewirkt geistige und seelische Ruhe, daher wird sie erfolgreich bei Schlafstörungen eingesetzt

  

  • der Mensch kann gelassener seinen Alltag meistern


  • sowie Stresssituationen erfolgreich meistern

 

 

Die Vorteile der Progressiven Muskelentspannung sind:


  • gute Umsetzbarkeit im Alltag

  

  • Selbstwirksamkeit und Selbstkontrolle wird gestärkt

  

  • Entspannungseffekt ist sofort spürbar

  

  • leichte und schnelle wirksam, erlernbare Methode, auch für Kinder